Heimische Raumluft verbessern

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Heimische Raumluft verbessern

4. März 2020 Allgemein Blog 0
raumluft
Langfristig negative Auswirkungen auf das Leben der Menschen und ihre Gesundheit kann sowohl zu trockene, als auch zu feuchte Luft in den Wohnräumen haben. Und nicht nur für die Bewohner, auch für die Räume selbst kann ein schlechtes Raumklima schädlich sein. Wenn die Feuchtigkeit in der Luft konstant über einem Wert von 60 Prozent liegt, wird die Bildung und die Ausbreitung von Schimmel begünstigt. Die Fachseite luftbewusst.de und der folgende Ratgeber zeigen, worauf es bei dem Raumluft verbessern wirklich ankommt. Die Menschen verbringen in den heutigen Zeiten knapp 90 Prozent ihres gesamten Tages in geschlossenen Räumen. Dabei setzen sie sich vielen Schadstoffen, die in der Innenluft enthalten sind, aus – oft, ohne dies zu wissen. Symptome von schlechter Raumluft äußern sich häufig in Schwindel, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder sogar Atemnot. Wenn derartige Symptome am Arbeitsplatz oder in den eigenen vier Wänden festgestellt werden, muss dringend etwas getan werden. Doch wie genau kann die Raumluft verbessert werden und ein gesundes Klima im Raum erreicht werden?

Wie entsteht eine schlechte Luft im Raum?

Es gibt viele Ursachen, die dazu führen können, dass eine schlechte Luft im Raum herrscht. Falsches Lüften ist definitiv einer der häufigsten Gründe. Doch auch die genutzten Baumaterialien und die Inneneinrichtung können ein schlechtes Luftklima auslösen. Die bekanntesten Auslöser für schlechte Luft in Räumen sind unter anderem die folgenden:
  • Baumaterialien, besonders Möbel aus gepressten Holzplatten
  • Inneneinrichtung, wie Teppichböden oder bestimmte Lacke
  • Raumfarben, die flüchtige organische Verbindungen enthalten
  • Lufterfrischer
  • Reinigungsprodukte
  • Rauchen von Zigaretten

Die Raumluft gezielt verbessern


Aus elektrischen Geräten, Möbeln und anderen Ausdünstungen sammeln sich also in den Wohnräumen schnell viele Schadstoffe an, die das Raumklima negativ beeinflussen und für stickige Luft verantwortlich sind. Generell ist es so, dass die Raumluft durch regelmäßiges Lüften verbessert wird und dies der Gesundheit zuträglich ist.

Zimmerpflanzen

Nicht nur optisch machen Zimmerpflanzen etwas her, sie sorgen auch maßgeblich für eine Verbesserung der Luft im Raum. Um die Zirkulation der Luft anzukurbeln sollten die Fenster regelmäßig geöffnet werden, sodass die verbrauchte Luft mit neuem Sauerstoff angereichert wird. Um für frische Luft zu sorgen, müssen die Fenster deswegen aber natürlich nicht den kompletten Tag geöffnet bleiben. Empfehlenswert ist es, viermal am Tag für jeweils fünf bis zehn Minuten zu lüften. Dafür sollten alle Fenster und Türen weit geöffnet werden, damit ein Durchzug durch die komplette Wohnung erzielt wird. Auch die Anschaffung von unterschiedlichen Zimmerpflanzen trägt zu einer Verbesserung der Raumluft bei. Durch die Blätter der Pflanzen werden CO2, wie auch weitere Schadstoffe, wie Benzol oder Formaldehyd aus der Luft gefiltert, was für ein gutes Raumklima sort. Überdurchschnittlich viel Sauerstoff wird besonders von Pflanzen mit sehr großen Blättern produziert, wie beispielsweise dem Bogenhanf oder der Kentia Palme. Wenn möglich sollten einige unterschiedliche Pflanzen in den Wohnräumen aufgestellt werden, um von den verschiedenen Pflanzenarten bestmöglich zu profitieren. In der Regel sind Zimmerpflanzen nicht sehr pflegeintensiv und müssen nur alle paar Tage gegossen werden.

Luftreiniger für bessere Raumluft

Für Abhilfe bei schlechter Luft kann auch ein Luftreiniger sorgen. Hier sind Filter verbaut, die grobe Partikel, die in der Luft vorhanden sind, wie Schadstoffe, Pollen, Schmutz und Haare aufgreifen. Welche Stoffe der jeweilige Filter genau aus der Luft zieht ist davon abhängig, welche Filterart bei dem jeweiligen Luftreiniger verwendet wird. Alle Modelle von Luftreinigern verfügen in der Regel über einen Grobpartikel- oder Vorfilter. Zusätzlich wird entweder ein HEPA-Filter, ein Aktivkohle-Filter, oder ein elektrostatischer Filter genutzt.

Sommer und Winter – richtiges Lüften je nach Jahreszeit

Das Verhalten bezüglich des Lüften sollte stets an die aktuelle Jahreszeit angepasst werde, damit die Qualität der Luft in den eigenen vier Wänden stets auf einem optimalen Niveau gehalten werden kann. Im Winter ist die Außenluft natürlich trocken und kalt, im Sommer allerdings feucht und warm. Mit beidem zu rechnen ist dagegen in den Jahreszeiten Herbst und Frühling. Im Sommer gibt es bezüglich des Lüftens einiges zu beachten, da hier sowohl eine hohe Luftfeuchtigkeit als auch hohe Temperaturen herrschen. Hier sollte im Optimalfall nur spät abends oder früh morgens gelüftet werden, da die Temperaturen zu diesen Zeiten noch relativ niedrig sind. Hierbei sollte so viel Luft wie möglich auf einmal in den Wohnraum gelassen werden. Das Fenster sollte also nicht nur gekippt, sondern komplett geöffnet werden. Um einen kompletten Austausch der Luft zu gewährleisten, sollten die Fenster für circa 20 Minuten geöffnet bleiben. Danach sollten die Fenster wieder komplett geschlossen werden, damit keine weitere warme, schwüle Luft hereinkommen kann. Beim Kochen oder Duschen sollten unbedingt die Fenster geöffnet werden, sodass es zu einem Durchzug kommt, durch den die warme und feuchte Luft herausgelegte werden kann. Ein Ventilator kann hier zusätzlich verwendet werden, damit die Zirkulation der Luft noch weiter unterstützt wird. Um die Raumluft zu verbessern ist die trockene und kalte Winterluft dagegen hervorragend geeignet. Hier muss nur beachtet werden, dass das Lüften nur über kurze Zeiträume geschieht, damit die beheizten Räume nicht zu stark auskühlen. Die Fenster sollten dafür so weit wie möglich geöffnet werden und nach fünf bis zehn Minuten wieder komplett geschlossen werden. Während des Lüften sollte die jeweilige Heizquelle ausgeschaltet werden, um Energie einzusparen. In der Nacht sollten die Fenster im Winter geschlossen bleiben, damit keine zu starke Auskühlung der Räume stattfindet.

Das Raumklima nachhaltig verbessern

Ein falsches Raumklima kann insbesondere im Schlafzimmer negative Folgen für die Qualität des Schlafes und das Wohlbefinden bedeuten. Wenn der Feuchtigkeitsgehalt oder die Temperatur hier nicht passend sind, wachen die Menschen häufig mit Kopfschmerzen und einem schlappen Gefühl auf. Wenn es zu feucht und zu warm im Schlafzimmer ist, besteht die Gefahr, dass sich Schimmel bildet. Wenn die Luft aber zu trocken und zu kalt ist, können die Schleimhäute austrocknen, wodurch das Risiko einer Erkältung steigt. Ein schlechtes Raumklima kann sich aber natürlich auch in anderen Räumen ebenfalls bemerkbar machen und negative Folgen haben.

Erhöhen und Reduzieren der Luftfeuchtigkeit

Wenn es sich um besonders trockene Räume handelt, kann durch einen Luftbefeuchter das allgemeine Wohlbefinden massiv gesteigert werden. Das Raumluft befeuchten senkt nämlich das Risiko für Infektionen und Erkältungen. In den Wohn- und Schlafräumen sollte die Feuchtigkeit im Raum zwischen 40 und 60 Prozent betragen. Kurzfristig akzeptabel sind Werte zwischen 40 und 60 Prozent nur im Badezimmer und in der Küche, da hier mehr Feuchtigkeit durch das Duschen oder das Kochen entsteht. Wenn ein Badezimmer ohne Fenster vorhanden ist, ist es empfehlenswert ein Lüftungsgerät zur Luftentfeuchtung einzusetzen. Durch dieses wird die feuchte Luft direkt abtransportiert und die Feuchtigkeit minimiert. So wird einer Schimmelbildung effektiv vorgebeugt. Um die relative Luftfeuchtigkeit zu messen und damit entscheiden zu können, ob ein Raumluft befeuchten oder entfeuchten notwendig ist, sollte ein Hygrometer verwendet werden. Hier kann sowohl die Temperatur als auch die aktuelle Luftfeuchtigkeit einfach und unkompliziert abgelesen und regelmäßig überprüft werden.